Gluck, gluck, weg war er

25 09 2016


Die Tiefsee fasziniert mich noch immer. Doch die Entwicklung meiner Kinder noch mehr. Daher mache ich hier den Taucher und stoppe die Aktivitäten auf diesem Blog – vorerst.

Meine Blogprojekte:

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Der Müll bleibt – nicht mehr lange

29 01 2015

Dass Plastik unsere Ozeane versaut und damit nicht nur maritimes Leben, sondern auch direkt unser Leben beeinflusst, dürfte jedem klar sein. Dass es Menschen gibt, die etwas aktiv dagegen tun, auch. Ich hatte schon mal darüber geschrieben, hier und hier .

Ich möchte Euch bitten, ein Projekt besonders zu unterstützen. Ich finde das Engagement extrem toll und wichtig. Ich finde es super, dass ein 20jähriger Mann mit dem Thema mit so viel Passion auseinandersetzt, dass er jede Unterstützung verdient, die er bekommen kann. Hier erfahrt Ihr mehr.

Helft mit!





Tief unten

10 06 2014

Dieses mal kein maritimes Thema, sondern eigentlich sehr handfest. In gut 900 Metern Tiefe ist ein Höhlenforscher verletzt. Die Meldung findet sich hier.

Er tut mir leid, denn in dieser Tiefe auf Rettung zu warten ist sicher deftig. Vor allem, wenn der Weg an die Oberfläche 12 Stunden lang ist. Und die Verletzungen so schwer, dass nur ein liegender Transport erfolgen sollte.

Hoffen wir also, dass er rasch aus der Riesending Schachthöhle befreit werden kann.

Update: Offenbar ist der Höhlenforscher transportfähig. Das ist gut und wichtig, denn so könnte eine Rettung nahe liegt. Viel Erfolg.
So sieht die Höhle aus:





Steinerne Tiefe

20 04 2014

Sie sind nicht mehr viel. Nur noch Stein. Nicht mehr fein und beweglich. Trotz allem schön anzusehen, diese Relikte der Urzeit.

Fisch frisst Fisch. Ein Fossil, ausgestellt im Sauriermuseum Aarthal. Bild: O. Grewe


Im Sauriermuseum im Aarthal, SG, habe ich nun ein paar wunderbare Originale bestaunt. Nicht zum ersten Mal frage ich mich, wie sowas wirklich passieren kann. Denn dieser Prachtbursche im Bild, wurde mitten in seiner wohlverdienten Mahlzeit von der Fossilisation gestört.

Süffisant heisst das Exponat „Fisch frisst Fisch“ – „Beim Fressen gestörter Fisch“ wäre passender. Aber sei’s drum. Durch glückliche Momente – also für uns heute glücklich – rutschten Sedimente in genau dem Moment auf das Fischli, das wir heute bewundern dürfen. Glücklich vor allem, dass der gefrässige Kamerad nicht selber zum Zeitpunkt seines Todes aufgefressen wurde. Stattdessen vermoderte er und wurde nach einigen Äonen zu einem wunderschönen Fossil.
Vielfalt mit Beständigkeit
Interessant finde ich die Zahl der Fossile aus der Unterwasserwelt. Trilobiten etwa. Schaut man sich ihre Spuren auf einigen Exponaten an, könnte man ganze Geschichten rund um sie entwickeln. Von Flucht, Jagd, Leben und Tod. Sie haben vor allem extrem lange gelebt und sind erst dem Massensterben zum Opfer gefallen. Wahre Kämpfer, die sich auch in tausende von Arten weiterentwickelt haben. Ich mag die Viecher.

So vielfältig die kleinen Krabbler auch waren, so beständig sind die Arten im Grunde geblieben. Schauen wir mal einen neuen Fund an. Da baggern Bauarbeiter in Frankfurt am Main herum und finden fossile Wolfsbarsche. Die gibt es heute auch noch und zwar lebendig. Es scheint also auch Erfolgsmodelle zu geben, die so ziemlich lange existieren – und wenn es nur im Grundsatz ist.

So fossil sie also sind, so präsent sind sie heute noch. Und das finde ich geradezu gigantisch.

Links:





Keksmonster – Mitnichten, es Hai is(s)t es

25 05 2013

Irgendwie sieht die Verletzung schon cool aus. Dennoch möchte ich sie nicht haben.

Hier ein Bericht über ein Cookie Cutter Shark.





Der siebte Kontinent

15 05 2013

Unlängst schrieb ich darüber – Plastikmüll in den Ozeanen. Nun kommt heute die News, dass Patrick Deixonne, Forscher und Abenteurer, aufbricht, um sich das Ausmass mal intensiver vorzunehmen. Auch will er Aufmerksamkeit erregen. Eine Idee, die ich gut finde.

Via OSL. Copyright by OSL.

Besonders spannend ist es, mal wieder zu sehen, wie dieses Problem heute wahrgenommen wird. 20Minuten dazu:

Die Oberfläche des «siebten Kontinents» im Pazifik umfasst nach Angaben der französischen Weltraumagentur CNES rund 3,4 Millionen Quadratkilometer – das ist 85-mal die Fläche der Schweiz und grösser als Indien. Weil dieser Müll in Gewässern treibt, die weder für die Schifffahrt noch für den Tourismus von besonderem Wert sind, «interessiert das Problem nur Umweltschützer und Wissenschaftler», klagt Deixonne.

Untitled

Also, liebe Leser:

  1. Facebook-Seite liken
  2. Auf Twitter folgen
  3. Plastikmüll bitte richtig entsorgen
  4. Helft mit, auf dieses Problem aufmerksam zu machen, um so mal was zu bewegen.

Weitere Informationen





Unendlicher Müll

13 04 2013

Das Meer ist voller lebendiger und toter Sachen. Schlimm wird es, wenn die toten Sachen nicht natürlichen, in diesem Fall organischen, Ursprungs sind. Und davon schwimmt eine Menge im Meer herum.

Vor einiger Zeit habe ich schon darüber geschrieben (hier) und wurde nun auf diesen Film aufmerksam – er ist nichts für schwache Gemüter. Es geht um Kunststoffmüll, der wie ein gigantischer Teppich in den Ozeanen treibt. Problematisch: Der Müll wird durch die Gezeiten, die Strömungen und natürlich die Witterung und das Wasser immer kleiner. So klein, dass der Kunststoff wie Krill oder Plankton im Meer treibt. 

Ein Seevogel verendete am Plastikmüll..                           Copyright gemäss Creative Commons.

Seevogel verendete am Plastikmüll. Copyright gemäss Creative Commons.

Das Aha-Erlebnis
Und damit wird klar, welche Sauerei das ist. Fangen wir in der Nahrungskette vorne an. Kleine Lebenwesen fressen mit der richtigen Nahrung, dem Plankton, den Plastikmüll. Diesen saugen sie auf und filtrieren ihn durch ihren Verdauungstrakt. Doch wird das Zeugs nicht einfach ausgeschieden, sondern verbleibt oft im Körper.

Diese Kleinstlebewesen werden von grösseren Tieren gefressen. Und diese auch. Und alle saufen, fressen aus der gleichen Brühe aus (un)gesunden Algen, Tierlein, verklapptem Öl und unserem guten Kunststoff. Lecker und gesund sieht anders aus.

Fazit
Ich denke, es wird langsam klar, auf was ich hinaus will. Das „Geschenk“ des Kunststoffes, Plastik etc. ist ein Segen für unsere Zivilisation. Doch für Viele andere nicht. Und viele dieser Anderen futtern wir nun wieder. Das ist eine tolle Vorstellung, den Schrott zu verspeisen, den wir vorher ins Meer geleitet haben. Ob beabsichtigt oder nicht. Das war jetzt sehr egoistisch. Denn schlimmer ist es für die Meeresbewohner. Sie können als Alternative zu Meerestier keinen Weizen anbauen und ihn essen. Die müssen die von uns verursachte Pampe verarbeiten.

Was können wir nun also tun? Nicht viel, denn den Kunststoff bekommen wir nicht aus dem Meer raus. Dafür ist es zuviel – und wer würde das schon bezahlen wollen – und, wenn ich nun den Angaben glauben darf, zu klein. Also haben wir uns da ganz schön was eingebrockt. Passen wir also jetzt zumindest auf, dass wir keine anorganischen Müll ins Meer bringen. Sammeln wir unseren Müll wieder ein und verbrennen ihn ordungsgemäss. Lehren wir unsere Kinder, verantwortungsvoller zu sein, als wir es waren oder auch unsere Väter und Vätersväter (und deren Väter und Vätersväter und die Vätersväterväterväter…). Arbeiten wir mit, eine Lösung zu finden.

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